Der Anfang: das magische Quadrat

Alles beginnt mit den magischen Quadraten, die schon sehr früh in der Geschichte auftauchen. Die Römer, Chinesen und Babylonier haben sie schon gekannt und die Quadrate versprühten schon damals einen Hauch an Magie und enthielten nicht selten ein angebliches Geheimnis.


Woraus setzt sich ein magisches Quadrat zusammen?
Es handelt sich um eine quadratische Anordnung von Buchstaben oder Zahlen, die gewisse Anforderungen erfüllen müssen. Beispiel für ein magisches Quadrat ist das Saturn-Siegel aus China. Wenn man alle 3 Zahlen in einer Spalte oder Zeile addiert, erhält man immer die gleiche Summe 15. Dies ist sogar bei den Diagonalen der Fall.

Ein sehr bekanntes magisches Quadrat ist das 4×4 Quadrat auf dem Kupferstich Melencolia I von Albrecht Dürer (1471-1528). In der rechten oberen Ecke des Bildes ist es zu erkennen.

Wie beim vorgängig erwähnten Saturn-Siegeln ergeben alle Zeilen und Spalten sowie auch die Diagonalen immer die gleiche Summe: 34.

Es ist aber noch nicht alles; auch die 2×2 Unterquadrate in den Ecken und in der Mitte sowie die Eckfelder zusammen addiert, ergeben als Summe 34.

Auch das Entstehungsjahr des Kupferstiches hat Dürer in das magische Quadrat eingefügt: die zwei mittleren Zahlen der untersten Reihe bilden das Jahr 1514.

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